Phil’s Corner

Archive for März, 2009

Staatsexamen: Halbzeit

Dienstag
Mrz 31,2009

Ja, es ist geschafft. Die wissenschaftliche Hausarbeit ist abgegeben (schon am Donnerstag) und die Klausuren auch vorbei - da ist endlich wieder mal Zeit durchzuatmen. In dieser freien Zeit habe ich mir mal wieder ein Buch gegönnt, was nichts mit Uni zu tun hat:

Günter Faltin. Kopf schlägt Kapital. München, Hanser 2008.

Innen werden gleich zwei Untertitel angegeben, die aber treffend den Inhalt zusammenfassen: “Die andere Art ein Unternehmen zu gründen” und “Von der Lust ein Entrepreneur zu sein”. Die Hauptthese Faltins ist dabei: “Entrepreneurship” hat nichts mit dem deutschen Begriff Unternehmertum, etc. zu tun, sondern steht für eine Gründung, deren wesentliches Merkmal nicht die Betriebswirtschaftliche Qualifikation des Gründers ist, sondern seine kreativen Ideen und die geschickte Kombination vorhandener Resourcen. Ausführlich stellt er darin die Teekampagne vor, ein vom Autor selbst gegründetes Unternehmen, welches erstklassigen Darjeeling verkauft, und zwar sensationell günstig. Der Trick: nur große Packungen (250g, 500g, 1000g) und nur zwei Sorten: Darjeeling (First/ Second Flush) und Grünen Darjeeling (anfangs nur den Schwarztee).

Der Betriebswirtschafts-Professor aus Berlin macht sich dabei zum Anwalt für, wie er sie nennt, Konzept-kreative Gründungen. Also keine Kopien laufender Geschäftsmodelle durch findige BWL-Absolventen, die geschickt Businesspläne stricken und Fördermittel einholen können, sondern kreative Ideen, die von “Normalmenschen” entwickelt und umgesetzt werden. Und das zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch: Eine Idee, ein Konzept, ein “Entrepreneurial Design” ist harte Arbeit und steht am Anfang der Gründung. Nichts sei wichtiger als das, und den Rest (Betriebswirtschaftliche Verwaltung, Logistik, etc.) kann der Gründer sich heute günstig dazukaufen.

Wen diese kurzen Schnipsel neugierig gemacht haben, der sollte sich schnell das Buch kaufen und ein Unternehmen Gründen.

Und damit zurück zur weiteren Prüfungsvorbereitung.

GEMA-freie Musik in Deutschland?

  • Filed under: Musik
Freitag
Mrz 13,2009

Ja, richtig gehört! Die Online-MusikplattformJamendo, welche Creative-Commons-lizensierte Musik zum kostenlosen Download bereitstellt, bietet seit kurzem ein gewerbliches Lizensierungs- und Vergütungsmodell abseits der Gema an, genannt Jamendo PRO. So können sich Kneipenbesitzer und Veranstalter, aber auch Videoproduzenten, etc. mit guter Musik eindecken ohne an die GEMA zahlen zu müssen. Dazu sucht man sich auf der Website von Jamendo die passende Lizenz aus, und kann dann die Musik per Web-Stream empfangen - etwa wie ein (allerdings werbefreies) Radio, mit verschiedenen Programmen: Jazz, Pop, Lounge, etc.

Ob sich die GEMA das bieten lässt? Jamendos Infobroschüre meint folgendes:

Für den Besuch des GEMA-Kontrolleurs bietet Ihnen Jamendo PRO: Ihr GEMA-Freistellungszertifikat [und] Den Verlauf der bei Ihnen gespielten Musik, den Sie direkt auf jamendo.pro einsehen können.

Damit weist Jamendo offensichtlich nach, dass die Künstler deren Musik bereitgestellt wird, nicht in der GEMA sind, und man für das Spielen dieser Musik auch nichts an sie abdrücken muss. Was ich daran fair finde: Die Musiker erhalten laut Jamendo 50% der Einnahmen, was erheblich mehr sein dürfte, als die (kostenpflichtige!) Mitgliedschaft in der GEMA abwirft. Außerdem haben kreative Köpfe ohne Major-Label-Vertrag die Chance auf ein bisschen mehr Bekanntheit abseits der üblichen Kanäle. Ich finde das insgesamt einen lobenswerten Ansatz. Ob das Ganze rentabel ist, wird wohl erst die Praxis zeigen. Der Erfolg oder Misserfolg des ganzen hängt meines Erachtens von zwei wesentlichen Faktoren ab: a) Der Bereitschaft Gewerbetreibender auf dieses Angebot einzugehen und der GEMA den Rücken zu kehren und b) der Zufriedenheit der Kunden mit dem Musikangebot hinsichtlich Vielfalt und Qualität. Warten wir mal ab, wie die Kundschaft abstimmt.

Für alle, die privat immer wieder auf der Suche nach guter Musik sind die mögen einfach so mal bei Jamendo reinschauen, es lohnt sich. Dort habe ich zum Beispiel folgende Künstler gefunden, deren elektronische Musik sehr inspirierend ist um die wissenschaftliche Hausarbeit fürs Staatsexamen zu schreiben…
Binärpilot und Professor Kliq

Veranstaltungstipp

  • Filed under: Musik
Dienstag
Mrz 10,2009

… hat mir der Immanuel aus meiner Gemeinde gerade geschickt;
Lasst euch doch mal blicken und rockt mal wieder :-)

Rock mal Wieder Flyer

Rock mal Wieder Flyer

Samstag
Mrz 7,2009

… habe ich schon erwähnt, dass ich das Deutsche Fugen-S mag?!

Bin mitten in den Prüfungen angelangt, und habe bereits zwei von fünf schriftlichen hinter mir: Englisch Sprachpraxis (Essay und Translation), sowie biblische Theologie. Die erste war so la-la (d.h. wahrscheinlich bestanden), die zweite hoffentlich etwas besser, denn es kam genau das am intensivsten bearbeitete Thema dran (Erwählung des Volkes Israel in Rm 9-11) - Danke, Gott!

Vor mir liegt noch Amerikanische Literaturwissenschaft, Systematische Theologie und Pädagogik. Und nebenbei hänge ich noch an meiner Staatsexamensarbeit. Na da, mal frisch, fromm, fröhlich, frei weitergearbeitet.